Drittes Semester der Landwirtschaftsschule Rosenheim
Fachlehrfahrt "happy cows – happy farmer"

3 Personen stehen nebeienanderZoombild vorhanden

® Wolfgang Hampl

Unter der Überschrift „Happy cows – happy farmer“ berichten Studierende des 3. Semesters der Landwirtschaftsschule Rosenheim bei der Jahreshauptversammlung des vlf Rosenheimer Land über die Lehrfahrt im November 2025 in die Schweiz

Mit dem Milchkuhexperten Christian Manser, der sich selbst als Fachmann für Kuhsignale bezeichnet, besichtigten die Studierenden 9 Milchviehbetriebe im Kanton St. Gallen. Bei der Beurteilung des Kuhkomforts in einem Stall wurden die Studierenden mit zwei wichtigen Fragen konfrontiert: wie kommt die schwächste Kuh im Stall zurecht und möchten Sie Mitarbeiter auf diesem Betrieb sein?

Der Schwerpunkt liegt auf Außenklimaställen

Auffällig war, dass nur mehr total offene Außenklimaställe empfohlen werden und für den Sommer Lüfter zur Abkühlung im Einsatz sind. Auch die Kälber fühlen sich draußen wohl und das Jungvieh wird meist an spezialisierte Aufzuchtbetriebe abgegeben. Die Summe aus vielen Kleinigkeiten entscheidet darüber, ob sich die Kuh im Stall wohlfühlt. Die Tiere liegen in komfortablen Boxen meist auf einer Strohmist-Matratze. Um den unterschiedlichen Maßen der Tiere gerecht zu werden, sind flexible Abtrennungen im Einsatz. Eine Kuh muss möglichst viel Freiheit beim Fressen, Gehen und Liegen haben.

Technik spielt auf den Betrieben eine sehr große Rolle.

Großer Wert wird auf eine ausgefeilte Technik gelegt. Automatisches Füttern, Melken und Misten ist in den modernen Betrieben zum Standard geworden. Zur Gesundheit der Tiere gehört auch eine schonende Klauenpflege, die mehrmals im Jahr durchgeführt wird. Die Leiter der jeweiligen Betriebe wurden als visionär, technikbegeistert, wissenschaftsorientiert, innovativ und ökonomisch ausgerichtet dargestellt.

Die besichtigten Strukturen sind mit denen in Rosenheim stark vergleichbar.

Die Betriebe hielten zwischen 16 und 75 Milchkühe mit einer durchschnittlichen Herdenleistung der milchbetonten Rassen zwischen 9000 und 13000 kg. Meist hatten die Betriebe mehrere Standbeine. Der Vortrag der Studierenden wurde im Saal intensiv diskutiert. Besucher, die vor kurzem selbst Stall gebaut hatten, bestätigten die Erfahrungen aus der Schweiz. So wird diese Lehrfahrt die Arbeit mancher Milchviehhalter im Landkreis nachhaltig beeinflussen.