Musterbestände zum Waldumbau
Bestand 4 - Tannenvoranbau - Gstadt
Zoombild vorhanden
Foto: K. Wolf, AELF Rosenheim
Bestandesbeschreibung
60 – 80-jähriger instabiler Fichtenbestand mit einzelnen Buchen. Neben der vereinzelten Naturverjüngung aus Buche und Vogelbeere wurde flächig Tanne durch Pflanzung vorangebaut.
Ausgangssituation
Zoombild vorhanden
Foto: K. Wolf, AELF Rosenheim
Zuvor reiner Fichtenbestand der sich im Westen durch Sturm und Borkenkäfer bereits auflichtet und verjüngt. Aufgrund des schützenden Altholzschirmes hält sich die Konkurrenzkraft der Brombeere noch in Grenzen. Beste Voraussetzungen für Tannenvoranbau. Eine Hürde stellt jedoch merklicher Rehwildverbiss dar.
Motivation des Waldbesitzers/ Zielsetzung
Der sehr wind- und käferanfällige Fichtenaltholzholzbestand wird sich in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit verabschieden. Um eine Wiederaufforstung einer Kahlfläche zu vermeiden und Ertragsausfälle zu verhindern, wurde nach der Anlage von Rückegassen und einer Durchforstung die Tanne als Vorbau unter dem Altholzschirm vom verbrombeerten Osten her gepflanzt.
Der Weg bis zum heutigen Erscheinungsbild
Der Altholzbestand wurde regelmäßig verstärkt vom leeseitigen (= windabgewandt) Osten her durchforstet und dort mit Tannen unterpflanzt, wo keine Naturverjüngung mehr zu erwarten ist.
Zukünftige Maßnahmen
- In den nächsten 3-5 Jahren sollten weitere Durchforstungsmaßnahmen v.a. im Osten folgen. Die gepflanzten Tannen sollten ab Frühjahrsaustrieb nach Bedarf von Konkurrenzvegetation durch Niedertreten der Brombeere befreit werden. Eine Förderung des Waldbaues durch Kulturpflege ist durch das AELF Rosenheim möglich.
- Verbissschutzmaßnahmen werden erst entbehrlich, wenn die Tannen eine Höhe von über 1,2 Metern erreicht haben.
Lage und Erreichbarkeit
Lage und Erreichbarkeit
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